Green Flexibility nimmt 83,4 Megawattstunden-Speicher an Einspeisesteckdose in Betrieb – pv magazine Deutschland


Der Zwei-Stunden-Batteriespeicher in Balzhausen gehört zu den größten in Schwaben. Mindestens fünf weitere Speicherprojekte will Green Flexibility in diesem Jahr noch realisieren.

Rund 35 Millionen Euro hat Green Flexibility in den Bau des Batteriespeichers mit 38,5 Megawatt Leistung und 83,4 Megawattstunden Kapazität investiert. Nun ist die Anlage, die an die sogenannte Einspeisesteckdose in Balzhausen angeschlossen ist, offiziell in Betrieb genommen worden. Mehr als 80 Gäste aus Politik, Energiewirtschaft und den umliegenden Gemeinden kamen dazu vergangene Woche nach Balzhausen.

Der Verteilnetzbetreiber LEW Verteilnetz hatte für seine Einspeisesteckdose eine Ausschreibung gestartet. Drei Batteriespeicher, drei Photovoltaik-Anlagen und ein Windpark mit insgesamt 126 Megawatt Leistung erhielten eine Netzzusage. Die Einspeisesteckdose verfügt über eine Leistung von 80 Megawatt und wird durch die Projekte um etwa 60 Prozent überbaut. Möglich ist dies durch eine abgestimmte und netzorientierte Fahrweise der Anlagen, mit der sichergestellt wird, dass die Leistung am Netzanschlusspunkt nicht überschritten wird.

Der Batteriespeicher von Green Flexibility ist das erste der drei Speicherprojekte, das nun fertiggestellt und am Netz ist. „Wir freuen uns sehr, dass die erste Anlage an unserer Einspeisesteckdose nun in Betrieb ist. Batteriespeicher sind für das Energiesystem der Zukunft unverzichtbar. Gerade in Bayerisch Schwaben mit seiner hohen Photovoltaik-Dichte und starken Produktion erneuerbarer Energie helfen sie, das Stromnetz effizienter zu nutzen“, erklärte Barbara Plura, Asset Managerin bei LEW-Verteilnetz und Projektleiterin der „Einspeisesteckdose“.

Mit dem Pilotprojekt will der Verteilnetzbetreiber auch Erfahrungen sammeln, wie neue Perspektiven für Erzeugungsanlagen und Speicher an bestehenden Netzanschlusspunkten geschaffen werden können. „Balzhausen zeigt, dass neue Lösungen möglich werden, wenn Netzbetreiber, Gemeinden, Flächeneigentümer, Partner und wir als Betreiber gemeinsam Verantwortung übernehmen“, sagte Christoph Lienert, Co-Founder und COO von Green Flexibility. „Solche Projekte entstehen nicht, weil alles einfach ist – sondern weil man bereit ist, neue Wege zu gehen.“

Nach Angaben von Green Flexibility handelt es sich bei dem Projekt um den bislang größten Batteriespeicher in Schwaben. Im Laufe des Jahres will das Unternehmen noch mindestens fünf weitere Speicher in Betrieb nehmen und so seine flexible, netzunterstützende Speicherinfrastruktur in ganz Deutschland ausbauen. Vier der Projekte sind dabei auf Mittelspannungsebene geplant und es soll sich um Batteriespeicher mit jeweils 10 Megawatt Leistung und 25 Megawattstunden Kapazität handeln. Dazu will Green Flexibility auch das Projekt in Obergünzburg mit 40 Megawatt Leistung und 90 Megawattstunden Kapazität noch in diesem Jahr ans Hochspannungsnetz bringen, wie ein Sprecher auf Nachfrage von pv magazine erklärte.

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