Sonnenuhr

Lichtblick bietet seinen Geschäftskunden ab sofort eine vollständige und stündlich präzise Transparenz über die Herkunft und Qualität des verbrauchten Ökostroms an. Dafür arbeite es mit dem Technologiepartner Granular Energy zusammen, teilte das Hamburger Energieunternehmen am Mittwoch mit. Damit sei es künftig möglich, eine stündliche Auflösung zwischen Stromerzeugung aus einer klar definierten Erneuerbaren-Anlage und dem Stromverbrauch eines Unternehmens herzustellen. Dazu dienten sogenannte granulare Herkunftsnachweise. Diese seien in Deutschland bislang nur in Pilotprojekten getestet worden, so Lichtblick weiter.

Der Energieversorger rechnet damit, dass die Anforderungen an die Herkunftsnachweise künftig steigen werden. So soll eine Weiterentwicklung der Kriterien für Strom bei der Klimabilanzierung im internationalen Standard Greenhouse Gas Protocol Score 2 erfolgen. Unternehmen könnten damit ihren Strombezug eindeutiger definieren und sich gleichzeitig auf ein international zunehmend stundenbasiertes, 24/7-orientiertes Marktdesign bezüglich Erzeugung und Verbrauch vorbereiten, so Lichtblick weiter.

„Wir sind begeistert, mit Lichtblick als einem der ersten Energieversorger in Deutschland stündliche Transparenz im Markt zu skalieren“, sagte Toby Ferenczi, CEO von Granular Energy. Der Technologiepartner soll dazu die notwendige Datentiefe liefern.

Seit 2013 gilt in Deutschland eine Stromlieferung als Ökostrom, wenn es einen grünen Herkunftsnachweis trägt. Dieser wird einmalig ausgestellt, einmal übertragen und anschließend im Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes entwertet. Diese Nachweise werden bislang genutzt, wenn Unternehmen bilanziell ihren Ökostrom-Anteil ausweisen.

Mit den granularen Herkunftsnachweisen wird dann allerdings eine präzisere zeitliche und qualitative Zuordnung von Erzeugung und Verbrauch möglich sein. Unternehmen können damit klare Qualitätskriterien für den Bezug von Ökostrom nach Technologie, Regionalität und Anlagenalter definieren und ausweisen. Lichtblick bietet dabei eine Beschaffung entlang dieser Kriterien an, die dann zukünftig stündlich und anlagenscharf über die Granular-Plattform dokumentiert werden, wie es weiter hieß. Bisher erfolgte die Zuordnung der Herkunftsnachweise eher auf Jahresbasis.

Lichtblick ist überzeugt, dass der Ansatz der granularen Herkunftsnachweise und von 24/7-Ökostrom zusätzliche Anreize für Batteriespeicher, flexible Lasten und eine bessere Integration von erneuerbaren Energien in das Stromsystem schaffen werde.

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