
Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich das Zubauverhältnis 2025 zugunsten neuer Photovoltaik-Freiflächenanlagen verschoben.
Quelle: Bundesnetzagentur

Quelle: Bundesnetzagentur
Bereits vor rund einer Woche veröffentlichte die Bundesnetzagentur, dass Sie für das vergangene Jahr von einem Photovoltaik-Zubau von 16,4 Gigawatt ausgeht. Nun veröffentlichte die Behörde die Zubauzahlen für Dezember. Demnach sind im vergangenen Monat 1312,8 Megawatt Photovoltaik-Leistung netto hinzugekommen. In der Zahlen sind auch die stillgelegten Photovoltaik-Anlagen enthalten sowie ein zehnprozentiger Aufschlag für noch nicht gemeldete Anlagen.
Die Frist für Anlagenbetreiber für die Registrierung im Marktstammdatenregister beträgt vier Wochen. Die Auswertung der Zubauzahlen durch die Bundesnetzagentur basiert auf den Daten vom 13. Januar. In der Regel halten sich auch nicht alle Anlagenbetreiber an die Frist von vier Wochen, viele Photovoltaik-Anlagen werden teilweise auch Monate später gemeldet. Auf Grundlage dieses Meldeverhaltens schätzt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), dass 2025 sogar 17,5 Gigawatt an neuer Photovoltaik-Leistung hinzugekommen sind.
Doch zurück zur Auswertung der Bundesnetzagentur. Sie kommt mit den aktuellen Daten auf einen Zubau der Photovoltaik-Nettoleistung für das vergangene Jahr von 16.457,7 Megawatt. Darin enthalten sind die Stilllegungen alter Anlagen. Dabei gingen mehr als 24.000 Anlagen mit insgesamt etwa 85 Megawatt endgültig vom Netz. Die kumuliert installierte Bruttoleistung der Photovoltaik-Anlage stieg nach Angaben der Bundesnetzagentur bis zum Jahresende 2025 auf etwas mehr als 117 Gigawatt.
Im Dezember setzte sich zudem der Trend der Vormonate fort. Mit 700 Megawatt stammte mehr als die Hälfte des Zubaus von Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Mit 22.559 neuen Anlagen mit insgesamt 480,2 Megawatt verzeichnete das Segment der Dachanlagen den tiefsten Stand des vergangenen Jahres. Auch die neu installierten Stecker-Solar-Geräte fielen mit knapp 16.000 Neuregistrierungen und 21,6 Megawatt den niedrigsten Wert seit Januar 2025.
Mit einem Zubau von fast 8,2 Gigawatt lagen die Freiflächenanlagen im Vorjahr vor den Dachanlagen, die über das Gesamtjahr betrachtet auf etwa 7,82 Gigawatt kamen. Dazu gab es noch einen Zubau von 532 Megawatt bei den Photovoltaik-Balkonanlagen.
Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich damit das Kräfteverhältnis verschoben. So lag 2023 und 2024 der Zubau neuer Photovoltaik-Dachanlagen jeweils deutlich über zehn Gigawatt. Währenddessen kamen 2024 rund 6,5 Gigawatt und 2023 gerade einmal 4,3 Gigawatt an neuen Photovoltaik-Freiflächen hinzu.
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