
Solarparks werden teilweise bereits wildtierfreundlich umgesetzt, wie hier mit einem Rehdurchschlupf.
Foto: StMWi
Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat eine neue Broschüre mit dem Titel „Wildtierverträgliche Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen – Beteiligung, Planung, Praxis“ herausgegeben. Sie gibt auf 32 Seiten Tipps bei der Planung und Gestaltung von Solarparks, die den Erfordernissen der Tierwelt gerecht werden. Dabei werden die Planungsschritte und rechtlichen Vorgaben beschrieben. Zudem gibt es Positiv- und Negativbeispiele in der Broschüre. Sie kann kostenlos beim Jagdverband heruntergeladen werden.
In einem Positionspapier, das auch in der Broschüre enthalten ist und aus dem Jahr 2022 stammt, macht der Verband seine Positionen zur Photovoltaik, Wildtieren und Jagd klar. Er spricht sich angesichts der Klimaziele auch für den Bau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen aus. „Er ist sich der Bedeutung und der Konfliktträchtigkeit der Handlungsfelder bewusst, auch weil in vielen Bereichen Wildtiere und ihre Lebensräume direkt oder indirekt betroffen sind“, heißt es weiter. Ziel müsse es daher sein, dass bei der Errichtung von Solarparks der Naturraum und seine ökologische Funktion erhalten bleiben oder aufgewertet werden und Ausschlussgebiete eingehalten werden. Daher sei es besonders wichtig, bereits in einer frühen Planungsphase der Photovoltaik-Anlagen die bestehenden Wildtierkorridore bei der Auswahl der Flächen zu berücksichtigen.
Der DJV verweist auf die unterschiedliche Bauweise und Dimensionierung von Photovoltaik-Anlagen, weshalb nicht für alle möglichen Konstellationen Aussagen zur wildtiergerechten Gestaltung gegeben werden könnten. Die Broschüre solle aber einen ersten Überblick verschaffen.
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