Der in Polen ansässige Modulhersteller hat mit „Photonwall“ eine gebäudeintegrierte Lösung für hinterlüftete Fassaden entwickelt. Außerdem bietet er mit „Photonroof“ eine Lösung aus keramischen Photovoltaik-Dachziegeln an. Beide BIPV-Produkte sind in Farben und Ausführungen erhältlich, die sich harmonisch in die Ästhetik moderner und historischer Gebäude einfügen.
Der in Polen ansässige Hersteller von gebäudeintegrierten Photovoltaik-Modulen (BIPV) ML System hat mit „Photonwall“ ein hinterlüftetes Fassadenmodul entwickelt. Es ist in einer Vielzahl von Größen, Farben und Oberflächen erhältlich und gemäß mehreren Bauvorschriften, elektrischen und Umweltstandards zertifiziert.
Das Glas-Glas-Fassadenmodul eignet sich für den Einsatz als Komponente der Außenhülle von Gebäuden. Es ist in verschiedenen Abmessungen von 600 mal 1800 Millimeter bis 900 mal 2700 Millimeter und einer Dicke zwischen 9,5 und 11,5 Millimeter erhältlich. Die jeweiligen Nennleistungen liegen zwischen 135 und 310 Watt, mit maximal 164 Watt pro Quadratmeter. Die Module enthalten monokristalline Solarzelle.
Die Module sind individuell anpassbar und in einer Vielzahl von Farben und Ausführungen erhältlich, etwa Beton, Schiefer, Ziegel, Marmor, Metall und Holz. Für schattige Bereiche sind Dummy-Solarmodule oder passive Module ohne Solarzellen verfügbar.
„Photonwall“ wird mit der erforderlichen Aluminium-Unterkonstruktion und Zubehör für die Außenwandmontage verkauft. Es hält Berichten zufolge Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometer pro Stunde und Hagelkörnern von 75 Millimetern bei 140 Kilometer pro Stunde stand. Der Betriebstemperaturbereich liegt zwischen -50 und 90 Grad Celsius.
ML System bietet auch die Produktlinie „Photonroof“ an, bei der es sich um eine keramische, in das Dach integrierte Photovoltaik-Dachziegel handelt. Sie ist als normkonformes Baumaterial und Solarmodul qualifiziert sowie in einer Reihe von Farben und Oberflächen erhältlich, die sich an die Ästhetik moderner und historischer Dächer anpassen. Es gibt Dachziegel im Karpfenstil und in Flachdachform mit den Maßen 325 mal 420 Millimeter bis 1.825 mal 420 Millimeter, einer Dicke von 12 Millimetern und einer Leistung von bis zu 145 Watt pro Quadratmeter.
Kunden, die beide Produkte verwenden, erhalten die erforderlichen Montage- und Abdichtungskomponenten, wie beispielsweise Abdeckbleche, sowie logistische Unterstützung, autorisierte Installation und eine proprietäre Scada-basierte Energiemanagement-App mit Funktionen zur Anlagensteuerung und Überwachung von Leistung, Produktion und Verbrauch.
Zu den jüngsten Projekten, bei denen diese Technologie zum Einsatz kam, gehören eine Photovoltaik-Anlage mit 302 Kilowatt Leistung im Portikus-Stil am Hauptsitz der BFF Banking Group im italienischen Mailand und eine 1100-Kilowatt- Dachanlage im Oberlicht-Stil am Bahnhof Warschau-West in Polen.
Das Unternehmen beteiligt sich zudem an Projekten in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Griechenland und Italien. Es verfügt derzeit über Verträge für 57.000 Quadratmeter.
„Unsere schnelle Expansion im Exportbereich verdanken wir dem Aufbau eines Netzwerks von Vertriebspartnern und Vertretern in ganz Europa, die von Projektmanagern, die für bestimmte globale Regionalmärkte zuständig sind, kontinuierlich und aktiv unterstützt werden“, erklärte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von pv magazine. Das 2007 gegründete Unternehmen hat über 20 Patente angemeldet. Seit 2010 forscht und entwickelt das Unternehmen BIPV-Produkte.
Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.
