
Im Februar erreichte der Börsenstrompreis den höchsten Stand seit zwei Jahren.
Grafik: Rabot Energy
Der durchschnittliche Großhandelsstrompreis im Day-Ahead-Markt der Strombörse ist nach der Analyse von Rabot Energy im Februar auf durchschnittlich 12,84 Cent pro Kilowattstunde gestiegen. Dabei zeigte sich erneut eine gewisse Volatilität. So gibt Rabot Charge als Höchstwert, der am 14. Februar erreicht wurde, fast 30 Cent pro Kilowattstunde an, während der Monatstiefstwert am 24. Februar bei 3,71 Cent pro Kilowattstunde lag.

Grafik: Rabot Energy
Die Entwicklung der durchschnittlichen Börsenstrompreise in den vergangenen Monaten zeigte deutlich nach oben. Zuletzt lag er im Februar 2023 mit 12,83 Cent pro Kilowattstunde auf einer vergleichbaren Höhe. Im Februar 2024 betrug der durchschnittliche Börsenstrompreis dagegen nur 6,13 Cent pro Kilowattstunde – der niedrigste Wert der vergangenen zwei Jahre.
Als Ursache für den Anstieg der Großhandelspreise im Februar nennt Rabot Energy den im Vergleich zum Vormonat nochmals gesunkenen Anteil erneuerbarer Energie. Nach 51 Prozent im Januar lag er bei 44 Prozent im Februar. Neben den fehlenden preisdämpfenden Erneuerbaren führten auch hohe Gaspreise zu dem weiteren Anstieg der Großhandelspreise. Bei Merit-Order-Prinzip sind immer die Grenzkosten des zuletzt benötigten Kraftwerks preissetzend. Infolge der fehlenden Windenergie waren dies in den Spitzenlastzeiten im Februar somit häufig teurere Gas- und Ölkraftwerke.
Rabot Energy gehört zu den Anbietern dynamischer Stromtarife. Nach eigenen Angaben lag der Preis für seine Haushaltskunden im Februar in diesem Tarif bei durchschnittlich 32,4 Cent pro Kilowattstunden inklusive der Steuern und Abgaben, aber ohne Lastverschiebung oder sonstige Preisoptimierung. Für Verbraucher ohne dynamischen Stromtarif lag er dagegen nach Angaben aus dem Stromreport bei 35,8 Cent pro Kilowattstunde.
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