Stromgestehungskosten großer Photovoltaik-Kraftwerke sollen 2025 weltweit um 2 Prozent sinken – pv magazine Deutschland


Einem Bericht von Bloomberg NEF zufolge werden die Stromgestehungskosten von fest aufgeständerten Anlagen voraussichtlich auf 3,5 US-Dollarcent je Kilowattstunde fallen, während sie bei Batteriespeichern voraussichtlich um elf Prozent sinken.

von pv magazine Global

Ein Bericht des Beratungs- und Marktforschungsunternehmens Bloomberg New Energy Finance (NEF) prognostiziert, dass die Stromgestehungskosten (Levelized Cost of Energ; LCOE) von Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeichern im Kraftwerksmaßstab im Jahr 2025 weltweit sinken werden. Die Stromgestehungskosten markieren einen Wert, um verschiedene Technologien auf Kostenbasis miteinander zu vergleichen und geben (vereinfacht) die nach aktuellem Stand für den Bau sowie den Betrieb über die gesamte Lebensdauer einer Anlage zu erwartenden Kosten, geteilt durch die Energieproduktion, wieder.

Bloomberg NEF geht davon aus, dass die LCOE für Photovoltaik-Kraftwerke mit fest aufgeständerten Modulen im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent sinken werden – von 36 auf 35 US-Dollar je Megawattstunde (3,5 Cent je Kilowattstunde). Bis 2035 prognostizieren die Analysten einen weiteren Rückgang auf 25 US-Dollar je Megawattstunde, also um knapp 31 Prozent gegenüber dem Stand von 2024.

Für Batteriespeicher wird ebenfalls ein Rückgang der Gestehungskosten prognostiziert, und zwar noch weit deutlicher um 11 Prozent von 104 Dollar je Megawattstunde im Jahr 2024 auf 93 Dollar in diesem Jahr. Für 2035 rechnet Bloomberg NEF damit, dass Batteriespeicher mit 53 Dollar je Megawattstunde bei kaum mehr als der Hälfte der heutigen Kosten liegen werden.

Im vergangenen Jahr fielen die Kosten indes noch weitaus schneller, sie gingen dem Bericht zufolge für einen typischen Solarpark mit Festaufständerung im globalen Mittel um 21 Prozent zurück. Module seien zu Preisen auf Höhe der Produktionskosten oder darunter verkauft worden. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass sich die Überkapazitäten in der Lieferkette bis 2025 verringern würden.

„Neue Photovoltaik-Kraftwerke, auch ohne Subventionen, sind in greifbarer Nähe zu neu gebauten US-Gaskraftwerken“, so der Bericht – und das, obwohl dortige Gaspreise nur ein Viertel so hoch sind wie in Europa und Asien. „Dies eröffnet die Möglichkeit, dass Solarenergie in den kommenden Jahren noch unausweichlicher wird, insbesondere wenn die USA mit dem Export von Flüssigerdgas beginnen und ihren geschützten Gasmarkt dem globalen Preiswettbewerb aussetzen.“

Bloomberg NEF zufolge könnten Handelshemmnisse und Protektionismus den Abwärtstrend der Kosten für erneuerbare Energien vorübergehend aufhalten. Bis 2035 sei dennoch ein Rückgang der Stromgestehungskosten um 22 bis 49 Prozent zu erwarten. „China exportiert grüne Energietechnik so billig, dass der Rest der Welt über die Errichtung von Handelsschranken nachdenkt, um seine eigenen Industrien zu schützen“, sagt Matthias Kimmel, Leiter des Bereichs Energiewirtschaft bei Bloomberg NEF. „Aber der allgemeine Trend der Kostensenkungen ist so stark, dass niemand, nicht einmal Präsident Trump, ihn aufhalten kann.“

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